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Die tschechischen Länder können auf eine reiche und bunte Geschichte zurückblicken
. Menschen aus allen Ecken und Enden der Welt ließen sich in der Vergangenheit auf
dem Territorium der heutigen Tschechischen Republik nieder und gestalteten es nach ihrer
Vorstellung und Kultur. Sie errichteten Hunderte von Schlössern, Kirchen und Klöstern, schmücken
sie aus und prägten auch den tschechischen Städten ein charakteristisches städtebauliches Bild auf.
Ihrem Wirken war offenbar Erfolg beschieden - bereits zwölf tschechische Baudenkmäler und
Denkmalkomplexe wurden in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen, weitere sind um diese Eintragung
bemüht.
Gesamter Text
Die Villa Tugendhat in Brno-Černé Pole gilt als erstes modernes Baudenkmal der Tschechischen Republik und viertes Denkmal weltweit, dem dieser Ehrentitel verliehen wurde. Es handelt sich um einen modernen Bau mit viel Glas, der von dem Besitzer einer Brünner Textilfabrik, Fritz Tugendhat, in Auftrag gegeben worden war und der seiner Familie als Wohnsitz dienen sollte. Die Villa - sie wird heute als...
Die malerische südböhmische Stadt liegt in einem tiefen Tal der Moldau, als eines der spezifischen Merkmale von Český Krumlov gelten die Moldau-Mäander. Die Zeit ihrer höchsten Blüte erlebte die Stadt in der dreihundertjährigen Herrschaftzeit der Herren von Rosenberg (1302 bis 1602), die sie zu ihrer Residenzstadt erhoben hatten. Krumlov lag damals an einer Stelle, an der es wiederholt zu wichtigen...
Das aus dem 13. Jahrhundert stammende südböhmische Dorf Holašovice gilt als Perle des böhmischen Bauernbarocks. Um einen Teich in der Mitte des Dorplatzes sind die einzelnen Gehöfte gruppiert - insgesamt 22 Gebäude mit gemalten Barockgiebeln und hinter dem Haus gelegenen Gärten. Der Teich wurde in der Vergangenheit als Fischteich genutzt, und das gesamte Gebiet um Holašovice herum ist übrigens bis...
Im Jahre 1777 wurde das in Mittelmähren am Fuße der Hügelkette Chřiby gelegene Kroměříž (Kremsier)
zur Residenzstadt der Bischöfe von Olmütz erkoren. Das Schloss von Kroměříž und der herrliche
Schlossgarten gelten in unserere Zeit als für diesen Teil Europas charakteristisches,
außerordentlich gediegenes Beispiel barocker Gartenbaukunst und barocker Palastarchitektur. Auf dem
Gebiet...
Die ungewöhnlich hohen Erträge aus dem Kuttenberger Silberbergbau kamen im Mittelalter der Böhmischen Krone zugute und brachten ihr ebenso wie Kuttenberg selbst Ruhm und Reichtum. Kuttenberg galt zu jener Zeit als die bedeutendste und reichste Stadt in den böhmischen Ländern und stellte für eine Zeitlang sogar Prag in den Hintergrund. An der Wende des 14. Jahrhunderts wurde es zur Residenzstadt des...
Für den Bau eines großangelegten barocken Komplexes in der südmährischen Auenlandschaft hat das Adelsgeschlecht Lichtenstein (Lichtenštejn) Architekten von solchem Range berufen, wie es C. Tencalla, D. Martinelli, J. B. Fischer von Erlach und J. Ospel waren. Heute erstreckt sich das südwestlich von Brno gelegene Schlossareal zwischen den Städtchen Lednice und Valtice und nimmt die Fläche von 250...
Das Adelsgeschlecht Pernštejn ließ in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts die mittelalterliche Burg der kleinen ostböhmischen Stadt zu einem im Renaissancestil gehaltenen Schloss umbauen. Heute stellt das Schloss von Litomyšl ein außerordentlich gelungenes Beispiel des italienischen Arkadenbaus in einer den böhmischen Verhältnissen angepassten Form dar. Man kann sich hier damit vertraut machen,...
Die barocke, im Jahre 1716-1754 enstandene Trinitätssäule von Olomouc bringt die ausgeprägte Religiosität der mährischen Bischofsstadt zum Ausdruck und verbindet außerdem Motive der triumphierenden Kirche und des Glaubens mit gediegener künstlerischer Gestaltung zu einer seltenen Harmonie. Die Tatsache, dass die Dreifaltigkeitssäule in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen worden ist, trägt zu einer...
Der mehr als 10 Jahrhundrte alte historische Baukern der tschechischen Hauptstadt vermag sowohl die Prager als auch ihre ausländischen Besucher durch eine einzigartige Symbiose so gut wie aller architektonischen Baustile zu fesseln - von romanischen Rotunden über gotische Türme, Bürgerhäuser und Paläste aus der Renaissance, jüdische Synagogen bis zu barocken Kirchen und Klöstern. Die Stadt, in der...
Die ursprüngliche Wasserfeste im Besitz der Böhmischen Krone wurde im 13. Jahrhundert am Schnittpunkt wichtiger Handelsstraßen gegründet. Sein heutiges Aussehen erhielt Telč im 16. Jahrhundert, in dessen Verlauf sowohl das Schloss als auch die Stadt einem Umbau unterzogen wurden - eine Entwicklung, um die sich unter anderen auch der in der Stadt niedergelassene Jesuitenorden verdient gemacht hat. -...
Třebíč ist die Stadt von außerordentlichen kirchlichen Gedenkstätten, wovon die berühmteste romanisch-gotische Basilika des heiligen Prokops ist. Die Abteikirche wurde ursprünglich der Jungfrau Maria eingeweiht, aber danach, als sie während der Kriegsereignisse beschädigt wurde, hat man sie mehr als zwei Jahrhunderte zu den weltlichen Zwecken verwendet. Nach der Erneuerung wurde die Basilika dem...
Der Bau der Wallfahrtskirche auf dem Grünen Berg wurde im Jahre 1720 vom Abt des Klosters in Žďár initiiert. Den Anlass bildete die erwartete Heiligsprechung des böhmischen Märtyrers Johann von Nepomuk. Die Kirche auf dem Grünen Berg gilt als eingzigartige Leistung des genialen Prager Baumeisters Giovanni Blasius Santini-Aichel, der für das äußerst bedeutende Vorhaben die Symbolik eines fünfzackigen...