Třebíč ist die Stadt von außerordentlichen kirchlichen Gedenkstätten, wovon die berühmteste romanisch-gotische Basilika des heiligen Prokops ist. Die Abteikirche wurde ursprünglich der Jungfrau Maria eingeweiht, aber danach, als sie während der Kriegsereignisse beschädigt wurde, hat man sie mehr als zwei Jahrhunderte zu den weltlichen Zwecken verwendet. Nach der Erneuerung wurde die Basilika dem heiligen Prokop eingeweiht und wieder von der Kirche benutzt. Zu den wertvollsten Teilen der Basilika gehört die Gruft mit dem ursprünglichen, mehr als sieben Hundert Jahre alten Holzausbau der Decke, eine Wölbung des Priesterraumes mit einem Kreuzsteingewölbe, Rosette im Ostteil von Apside und Nordportal mit einer hervorragenden Steinmetzearbeit. Die jetzige Interieurform der Basilika hat Kamil Hilbert in den Jahren 1924 – 35 gemacht.
Třebíč hat mal zu den bedeutenden Zentren der jüdischen Kultur in Mähren gehört. Merkenswürdig erhaltene jüdische Stadt bleibt bis heute ein wertvolles Zeugnis des Zusammenlebens von Juden und Christen. Das jüdische Viertel ist ein Unikum mit sehr dichter Bebauung, mit krummen Gassen, dunklen Ecken, gewölbten Durchgängen und romantischen kleinen Plätzen und es beinhaltet mehr als 120 Wohnhäuser. Sie ergänzen die Gebäude von ehemaligen jüdischen Institutionen, z. B. Rathaus, Schule, Sitz vom Rabbinat und Armenhaus. Die Hintere Synagoge wurde komplett rekonstruiert und in ihrem Interieur, das mit wertvollen Wandgemälden vom Anfang des 18. Jahrhunderts geschmückt ist, ist die Exposition über die Geschichte des örtlichen Ghettos platziert und es werden hier verschiedene Kulturveranstaltungen organisiert – Ausstellungen, Konzerte, Versammlungen, Seminare. In der Vorderen Synagoge gibt es heute ein Gebetsraum der Tschechoslowakischen husitischen Kirche.
Der ursprüngliche jüdische Friedhof ist im 17. Jahrhundert auf den Nordhang des Hügels Hrádek umgezogen. Gegen 3000 Grabsteine, der älteste davon stammt von 1625, befinden sich in einem Park mit der unwiederholten geheimnisvollen Atmosphäre. Bestandteil des Friedhofes ist die Zeremonienhalle von 1903 mit einem einmalig erhaltenen Interieur, wo bis heute die Begräbniszeremonien nach alten jüdischen Traditionen stattfinden. Heute gehört der Friedhof zu den meist erhaltenen und am besten gepflegten jüdischen Friedhöfen in der Tschechischen Republik. Nach Jerusalem sind die jüdischen Gedenkstätten von Třebíč die einzigen, die selbständig in die Liste von UNESCO eingetragen wurden.
Třebíč liegt zwischen den Städten Brünn, Jihlava und Znojmo. Von Prag ist Třebíč 180 km entfernt, von Brünn nur 60 km.


