Olomouc

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Die barocke, im Jahre 1716-1754 enstandene Trinitätssäule von Olomouc bringt die ausgeprägte Religiosität der mährischen Bischofsstadt zum Ausdruck und verbindet außerdem Motive der triumphierenden Kirche und des Glaubens mit gediegener künstlerischer Gestaltung zu einer seltenen Harmonie. Die Tatsache, dass die Dreifaltigkeitssäule in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen worden ist, trägt zu einer allgemeinen Anerkennung, die der historischen Stadt entgegengebracht wird, bei. - Olomouc (Olmütz) war in der Vergangenheit die Hauptstadt Mährens und beginnend mit dem Jahr 1063 auch Bischofssitz. Heute gilt der historische Stadtkern von Olomouc als zweitgrößtes städtisches Denkmalreservat nach Prag und verdient deshalb ohne jeden Zweifel Aufmerksamkeit. Als bedeutendster Sakralbau der Stadt gilt die in den Jahren 1883-1890 im neogotischen Stil gestaltete Domkirche des hl. Wenzels aus dem Jahr 1109. In Olomouc wurde im Jahre 1306 der letzte Herrscher aus der Przemysliden-Dynastie, Wenzel III., ermordet. Von den weiteren Olmützer Baudenkmälern soll zumindest noch auf den Przemysliden-Palast, das größte Prämonstratenser-Kloster in Europa „Hradisko“ und auf die befestigte St.-Mauritius-Kirche aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die unter anderem eine überregional bekannte Orgel beherbergt, hingewiesen werden. In der kleinen Kapelle auf dem St.-Wenzels-Platz befindet sich eine Madonnenplastik aus dem Jahr 1483, die zu den wertvollsten gotischen Skulpturen in der Tschechischen Republik gerechnet wird.

Olomouc liegt an der Schnellstraße (Brno)-Vyškov-Ostrava, annähernd 300 Kilometer von Prag entfernt, und ist außerdem an den Hochgeschwindigkeitskorridor der Eisenbahnlinie Praha-Ostrava angeschlossen.