Die ungewöhnlich hohen Erträge aus dem Kuttenberger Silberbergbau kamen im Mittelalter der Böhmischen Krone zugute und brachten ihr ebenso wie Kuttenberg selbst Ruhm und Reichtum. Kuttenberg galt zu jener Zeit als die bedeutendste und reichste Stadt in den böhmischen Ländern und stellte für eine Zeitlang sogar Prag in den Hintergrund. An der Wende des 14. Jahrhunderts wurde es zur Residenzstadt des böhmischen Königs Wenzel IV. Bis heute kann man in der „silbernen“ Stadt wertvolle Baudenkmäler finden, die an das mittelalterliche Kuttenberg erinnern, in erster Linie die gotische St.-Jakobs-Kirche (1330) und den Dom der hl. Barbara, Patronin der Bergleute (1388), die zu den bedeutendsten zählen. Erhalten geblieben sind jedoch auch weitere Kleinodien wie das Gebäude der mittelalterlichen Münze - der aus dem 13. Jahrhundert stammende Welsche Hof - sowie mehrere Stadtpaläste und Bürgerhäuser. In der Kleinen Burg (Hrádek), die einen Bestandteil der ehemaligen städtischen Befestigungsanlagen bildet, ist das Bergbau-Museum untergebracht. Ein Besuch seiner Expositionen bezieht unter anderem auch eine Besichtigung des mittelalterlichen Bergwerkes ein. Von den weiteren Baudenkmälern verdient nicht nur die ehemalige Lateinische Schule, sondern auch die Klosterkirche im Stadtteil Sedlec, in der sich ein kurioser Karner befindet, Aufmerksamkeit. Die Ausschmückung des Ossariums besteht ausschließlich aus menschlichen Gebeinen.
Zu den Kulturveranstaltungen von Kutná Hora zählen vor allem das Stadtfest „Kutnohorské stříbření“ (der unübersetzbare Name des Festes hängt mit dem historischen Silberbergbau zusammen) und das Weinlesefest am St.-Wenzels-Tag.
Kutná Hora liegt 60 Kilometer östlich von Prag. Für eine schnelle Verbindung mit der Hauptstadt sorgt eine ganze Reihe innerstaatlicher Schnellzüge und regionaler Busverbindungen.


