Karlsbad

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Karlsbad (Karlovy Vary)

Größtes und bedeutendstes Heilbad der Tschechischen Republik. Seine Geschichte begann im Jahre 1358, in dem Kaiser Karl IV. in der Lokalität ein kleines Schloss errichten ließ. Meereshöhe 380 m, Mittelgebirgsklima. In Karlsbad entspringen 12 Heilquellen. Die ausgiebigste und bekannteste von ihnen ist der Sprudel, der aus einer Tiefe von 2.000 bis 3.000 Metern an die Erdoberfläche dringt und die Temperatur von 73 Grad Celsius erreicht. Die Temperaturen der übrigen Quellen liegen bei 40 Grad Celsius. Unter den Indikationen stehen die Stoffwechselstörungen an erster Stelle; das Quellwasser wird darüber hinaus zu Inhalationen und Badekuren verwendet.

Therapie

Naturheilmittel: Mit Natrium und Calcium angereichertes hydrogencarbonathaltiges Mineralwasser sowie hydrogencarbonathaltiges Mineralwasser mit Schwefel und Chlor. Mineralquellen mit solcher chemischer Zusammensetzung kommen in der Natur nur selten vor; in Karlsbad wird das Mineralwasser aus einer Tiefe von 2.000 bis 2.500 Metern emporgeschleudert und erreicht Temparaturen zwischen 41 und 73 Grad Celsius. Das Karlsbader Quellwasser enthält annähernd vierzig chemische Elemente. Angewendet wird es vor allem zu Trinkkuren, die den wichtigsten Bestandteil einer komplexen balneotherapeutischen Behandlung darstellen. Die Kurhäuser sind, sowohl aus diagnostischer als auch therapeutischer Sicht sehr gut ausgestattet, bieten moderne Unterbringung und interessante gesellschaftliche Veranstaltungen an.

Bedeutsame Orte

Das bekannteste und älteste Heilbad der Tschechischen Republik wurde um die Mitte des 14. Jahrhunderts gegründet, im Jahre 1370 von dem böhmischen König und Römischen Kaiser Karl IV. zur Stadt erhoben. Das Ende des 19. Jahrhunderts prägte das endgültige Antlitz der Stadt. Von ihren bedeutenden Baudenkmälern soll hier auf die St.-Andreas-Kirche, die orthodoxe Peter-und-Pauls-Kriche, das Stadttheater, die Mühlenkolonnade und die Kirche der hl. Maria Magdalena hingewiesen werden. Die Kurstadt ist in der malerischen, hügeligen Landschaft des Erzgebirgsvorlands gelegen, kilometerlange Waldwege führen über die bewaldeten Hänge rund um Karlsbad und ermöglichen unzählige erholsame Spaziergänge und Wanderungen, bei denen man auch schöne Aussichten ins Tal genießen kann. Auch eine traditionsreiche Kristallglas- und Porzellan-Herstellung gehören zum glanzvollen Bild der historischen Kurstadt. Schon fast zwei Jahrhunderte lang sind ein bekannter Kräuterlikör sowie das Karlsbader Mineralswasser mit Karlovy Vary untrennbar verknüpft. Karlovy Vary ist ferner als Veranstaltungsort zahlreicher Festivals und Kongresse in die Geschichte eingegangen.

Aktive Erholung

Golplatz mit 18 Löchern, ältester Golfplatz in der Tschechischen Republik, Golfhalle mit Golfsimulator, Tennisplätze, mehrere Schwimmbecken, Freibad, Billiard, Reiten, Schießplatz, Skateboard, Karate, Fußballteniis, Squash, Rundflüge. Aufregende Augenblicke können Sie erleben, wenn Sie das Golfspiel auf unserem Golfplatz probieren, der in einer bezaubernden Landschaft liegt und zu den ältesten Lokalitäten in der Tschechischen Republik gehört. Regelmäßig werden hier verschiedene Wettbewerbe ausgetragen wie Czech Tour, Citroen Cup, Eurotel Bohemia Tour, Mercedes Cup und eine Anzahl weiterer attraktiven Tourniers.

Freizeit

Internationales Filmfestival (alljährlich seit 1946), Musikfestival Mozart und Karlovy Vary, internationales Filmfestival Tourfilm, Antonín Dvořáks Karlsbader Herbst, Internationales Jazzfestival, Sängerwettbewerb zu Ehren Antonín Dvořáks. Museum, Stadtheater, Kinos, Galerien, Tanzcafés, Dikotheken.

Personen, Daten, Geschichte

Die Entstehung und die Entwicklung von Karlsbad waren stets unzertrennlich mit den wohltuenden Heilwirkungen seiner warmen Mineralquellen verbunden. Sie kennzeichneten die Geschichte, Architektur, die Wirtschaft und den gesamten Geist der Stadt. Diese Mineralquellen faszinierten den Menschen und regten ihre Fantasie bereits seit Menschengedenken an. In das Reich der Fantasie müssen wir die populäre Legende verweisen, der zufolge die Karlsbader Quellen zur Mitte des 14. Jahrhunderts durch den König von Böhmen und den Römischen Kaiser Karl IV. bei einer Hirschjagd entdeckt worden seien.