Die Geschichte Prags

Entstehung der Stadt

Ruhm, der bis zu den Sternen reichen werde, so lautet einer alten tschechischen Legende nach die Prophezeiung der sagenhaften Fürstin Libussa (Libuše) für Prag, die auch die Lage nannte, wo sich die zukünftige Stadt erstrecken werde.
Historiker datieren die Anfänge der Besiedlung des heutigen Prags in die jüngere Steinzeit. Die tatsächliche Geschichte jedoch ist eng mit der Prager Burg, dem Sitz böhmischer Regenten, verbunden, deren Grundstein im Jahre 870 gelegt wurde.

Bedeutende Epochen in der Vergangenheit

Eine wahre Blütezeit erlebte die Stadt in der ersten Hälfte des14. Jahrhunderts, als der böhmische König und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation Karl IV. Prag zu seinem repräsentativen Kaisersitz und der Reichshauptstadt machte.
Eine weitere bedeutende Periode in der Geschichte Prags ist das Ende des 16. Jahrhunderts. Unter der Herrschaft des bedeutenden böhmischen Regenten, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Rudolf II. von Habsburg, wurde die böhmische Metropole zum Mittelpunkt des politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens Mitteleuropas.

Zeitgeschichte

Im Jahre 1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, wurde Prag zur Hauptstadt eines neuen Staats – der Tschechoslowakischen Republik – proklamiert. Später, im Jahre 1993, wurde sie Hauptstadt der autonomen Tschechischen Republik.

Name der Stadt

Der Name der Burg und später der gesamten Stadt leitet sich ersten böhmischen Chronisten zufolge von den Schwellen (tsch. prah) an der Moldau ab, über welche das Wasser tosend in die Tiefe stürzte. Daneben gibt es noch weitere Theorien, insbesondere aus der Gegenwart, bisher haben sich diese jedoch nicht durchsetzen können.