Freilichtmuseum der Mährischen Walachei
Die Stadt Rožnov pod Radhoštěm zählt zu Zentren der Mährischen Walachei, die Mährische Walachei (Valašsko) ihrerseits gehört zu Gebieten, in denen regionale Traditionen mit viel Liebe gepflegt werden. Das Walachische Freilichtmuseum (Valašské muzeum v přírodě) schließt einen Komplex ländlicher Bauten ein, die sich ursprünglich an verschiedenen Orten der Region befunden hatten und im Laufe der Zeit in einer städtischen Parkanlage und am nahen Abhang konzentriert wurden. Diesem ältesten und zugleich größten Museum dieser Art in Mitteleuropa wurde im Jahre 1995 der Status eines Nationalen Kulturdenkmals verliehen. Im Jahre 1924 wurden die ersten gezimmerten Häuser (sie standen ursprünglich am Marktplatz von Rožnov) ins Areal des künftigen Museums übertragen, bereits im nachfolgenden Jahr wurde das Areal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Heute besteht das Museum aus drei Lokalitäten - dem sog. Hölzernen Städtchen, dem Walachischen Dorf und dem Mühlental. Insgesamt bezieht das Museum annähernd 120 Denkmalobjekte ein. - Im Hölzernen Städtchen sind gezimmerte Bürgerhäuser, wie sich in den kleinen Städten der Gegend üblich waren, konzentriert; auf dem Friedhof unweit der Kirche der hl. Anna befinden sich die Gräber bedeutender Persönlichkeiten der Stadt Rožnov pod Radhoštěm. Es handelt sich um einen Art walachischen Ehrenfriedhofs (Valašský Slavín). - In das Mühlental wiederum wurden historische, durch Wasserkraft betriebene Bauten wie Mühle, Hammerwerk und Sägewerk zusammengetragen, Objekte, die nicht nur funktionsfähig, sondern auch in Betrieb sind. - Im Walachischen Dorf werden im Umkreis der alten gezimmerten Häuser Pflanzen aus allen Ecken und Enden der Mährischen Walachei gezüchtet, die hier früher angebaut wurden. Es handelt sich beispielsweise um regionale Arten des Roggens (Walachischer Roggen), der Hirse und der Gerste (Gengel).
Verkehrsverbindungen: regionale Bus- und Eisenbahnlinien von Vsetín aus.


