Die Welt zu Füßen

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Die Welt zu Füßen…

Prag, im Februar 2008 - Zahlreiche Treppenstufen erklimmen, das Schwindelgefühl überwinden und dann die Belohnung genießen: einen Blick auf die Landschaft aus der Vogelperspektive. Wenn Sie Erlebnisse in luftigen Höhen suchen, ist die Auswahl in der Tschechischen Republik groß. Aussichtstürme wurden hier bereits im 19. Jahrhundert gebaut und heute setzt man mit dieser Tradition fort.

Die ältesten Aussichtstürme

Die Welt 















zu Füßen Das älteste Bauwerk, der heute als Aussichtsturm dient, steht in Südmähren. Die Lichtensteins ließen 1802 im Park von Lednice (Eisgrub) ein über 60 m hohes orientalisches Minarett errichten. Die Aussicht auf das Landschaftsschutzgebiet Pálava und das Areal Lednice-Valtice (Eisgrub-Feldsberg) kosten Sie außer dem Eintritt 302 Stufen. Geöffnet ist der Aussichtsturm in der Saison (April-Oktober). (www.jizni-morava.cz)
Der älteste Aussichtsturm in der Tschechischen Republik ist ein pseudogotischer, von Zinnen umsäumter Turm, der im Jahre 1825 auf dem Kleť (Schöninger) in der Nähe von Český Krumlov (Krumau) errichtet wurde. Die einzigartige Aussicht auf České Budějovice (Budweis), den Stausee Lipno und bei günstigen Bedingungen auf die Alpen kann man das ganze Jahr über genießen (im Winter mit eingeschränktem Betrieb). (www.ckrumlov.cz)

Prager Seitenblicke

Wenn Sie der Aussichtsturm am Petřín (Laurenziberg) stark an den Eiffelturm erinnern sollte, liegen Sie gar nicht so falsch: Die Mitglieder des Tschechischen Touristenclubs hatten so großen Gefallen daran gefunden, dass sie 1891 am Prager Petřín eine 5x kleinere Kopie errichten ließen. Der Aussichtsturm ist täglich geöffnet. (www.prague-info.cz)
Noch weiter nach oben gelangen Sie mit dem Aufzug auf den Fernsehturm in Prag Žižkov, von wo aus man bei guter Sicht 100 km weit sehen kann. Sie können von hier sogar den Blick auf das nächtliche Prag genießen, da der Fernsehturm täglich bis 23 Uhr geöffnet ist. (www.tower.cz)

Ein Schachturm könnte man meinen

153 Stufen führen Sie zu einer offenen Plattform einer der charmantesten Aussichtstürme Tschechiens:  der Děčínský Sněžník (Tetschner Schneeberg) im Kreis Ústí (Aussig). Der steinerne Turm wurde 1864 errichtet und sollte geographischen Messungen dienen. Das Interesse an dem Rundblick auf die Böhmisch-Sächsische Schweiz war aber so groß, dass der Turm wenige Zeit später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. (www.ceskesvycarsko.cz)

Magische Milešovka

Der größte Berg des Böhmischen Mittelgebirges und zugleich der windigste Berg Böhmens ist der aus der Ferne sichtbare Kegelberg Milešovka (Milleschauer Berg). Die Meteorologische Station steht hier schon seit über 100 Jahren, der Aussichtsturm sogar noch länger. Der Turm kann das ganze Jahr über besichtigt werden, doch nur bei günstigen klimatischen Bedingungen. Wenn Ihnen der Wettergott also freundlich gesinnt ist, sollte Sie sich die Milešovka nicht entgehen lassen. Man sagt nämlich, dass man von hier aus eine der schönsten Aussichten in der Tschechischen Republik hat: zu sehen sind Riesengebirge, Isergebirge, Prag, und wenn man viel Glück hat, erhascht man sogar einen Blick auf die 350 km entfernt liegenden Alpen. (www.libochovany.cz)

Burgturm

Aus dem Mittelalter könnte der Burgturm mit Aussicht am Hněvín in der Nähe von Most (Brüx) stammen. Doch lassen Sie sich nicht täuschen, es handelt sich um eine gelungene Kopie vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Von der Plattform des Turms wird Ihnen die Stadt Most, das Autodrom oder die verlagerte gotische Mariä-Himmelfahrt-Kirche (diese wurde 1975 wegen dem Kohleabbau um 842 m versetzt) zu Füßen liegen. Geöffnet ist der Aussichtsturm in der Saison (April – September). (www.mumost.cz)

Geheimer Aussichtsturm

Den Blick vom Böhmerwälder Poledník (Mittagsberg) kannten bis 1990 nur die Soldaten der Tschechoslowakischen Armee. Der streng geheime Stützpunkt wurde nach dem Rückzug der Armee komplett umgebaut, sodass heute auch Sie die Aussicht auf den Böhmerwald (Šumava) von dem 37 m hohen Turm genießen können. (www.npsumava.cz)

Moderne Retro?

Neue Aussichtstürme sind nicht unbedingt aus Metall. Nach einer über 70-jährigen Pause sind die Architekten des Aussichtsturms am Brdo im mährischen Marsgebirge (Chřiby) zum klassischen Material – Stein - zurückgekehrt. Der elegante Bau erfreut sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2004 eines ständigen Interesses der Öffentlichkeit, 2005 wurde er sogar mit dem Grand Prix der Architektengemeinde ausgezeichnet. Der Aussichtsturm ist von April bis Oktober geöffnet. (www.slovacko.cz)

Aussicht auf Kurort

Ein fantastischer Blick auf Karlsbad eröffnet sich Ihnen vom Aussichtsturm Diana. Sie müssen keinen mühsamen Aufstieg fürchten, da direkt von der Stadt aus eine Seilbahn zum Aussichtsturm führt. Der Aussichtsturm ist das ganze Jahr über geöffnet. (www.karlovyvary.cz)

Aussichtstürme in Jeseníky

Der höchste mährische Berg Praděd/ Altvater (1492 m) war schon im 19. Jahrhundert ein Anziehungspunkt für Touristen. Anstelle des ursprünglichen Aussichtsturms wuchs hier in den 70er Jahren ein supermoderner Telekommunikationsturm aus dem Boden, der an eine startende Rakete erinnerte. Von der Aussichtsterrasse bietet sich Ihnen vor allem ein Blick auf das Gesenke (Jeseníky), bei gutem Wetter sogar auf die Hohe Tatra (Vysoké Tatry). Der Aussichtsturm ist das ganze Jahr über geöffnet. (www.jeseniky.org)

Das Phänomen Ještěd

Der Turm am Ještěd (Jeschken) ist ein Symbol der Stadt Liberec (Reichenberg), aber stellt keinen klassischen Aussichtsturm dar. Für sein Fernsehturmprojekt erhielt der Architekt Hubáček 1969 vom Weltverband der Architekten den Auguste-Perret-Preis. Die Verknüpfung von Technik und Landschaft erntet bis heute Bewunderung, vor allem der perfekte Übergang des Turms auf den Kegelberg Ještěd. Den Genius loci bekommt man im Übrigen auch im stilechten Restaurant und Hotel zu spüren. (www.jested.cz)

 

Mehr Informationen:

Markéta Chaloupková
Tschechische Zentrale für Tourismus – CzechTourism, PR-Bereich
E-Mail: chaloupkova@czechtourism.cz
www.CzechTourism.com



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